Das Spezialschiff IVY durchläuft in diesen Monaten die letzten Tests, und die Anpassung der Tunnelrinne für die Absenkung der ersten Tunnelelemente ist im Gange. Der Auftragnehmer rechnet damit, dass das erste Tunnelelement im Fehmarnbelt im Frühjahr 2026 abgesenkt wird.
Die Fertigstellung der Vorbereitung des Spezialschiffs IVY, das die großen Tunnelelemente absenken soll und daher eine Schlüsselrolle beim Bau des Fehmarnbelt-Tunnels spielt, nähert sich dem Abschluss. Die Zulassung des Spezialschiffs erfolgt fast zwei Jahre später als ursprünglich geplant.
In diesen Wochen wird der erste Abschnitt der Tunnelrinne für die Absenkung vorbereitet. Die Rinne wird an die Elemente angepasst, und der Auftragnehmer bringt Kies ein, um einen ebenen Untergrund für die Tunnelelemente zu schaffen, teilt Sund & Bælt in einer Pressemitteilung mit.
15 Elemente fertig betoniert
„Wir stehen in direktem Dialog mit der obersten Leitung der großen Bauunternehmen, die den Tunnel errichten sollen. Unser Fokus liegt darauf, die aktuellen Herausforderungen zu lösen und Lösungen zu finden, die Fortschritte im Projekt ermöglichen,“ sagt Mikkel Hemmingsen, Vorstandsvorsitzender von Sund & Bælt, dem Bauherrn des Projekts.
Bislang wurden in der Fabrik 15 Elemente gegossen. Sie entsprechen den ersten 2,7 Kilometern des Tunnels.
Der Auftragnehmer erwartet, dass das erste Tunnelelement im Frühjahr 2026 abgesenkt wird.
Die Verzögerung bei der Absenkung ist so groß, dass eine Eröffnung der Verbindung im Jahr 2029 nicht mehr realistisch ist. Sund & Bælt erarbeitet nach der Absenkung der ersten Tunnelelemente einen neuen Gesamtzeitplan für das gesamte Projekt.
Wirtschaftlicher Rahmen bleibt gewahrt
Die Verzögerung wird sich auch auf die gesamten Baukosten des Projekts auswirken.
Das Fehmarnbelt-Projekt ist – ebenso wie die früheren Infrastrukturprojekte Große-Belt-Brücke und Öresundverbindung – nutzerfinanziert und basiert auf Darlehen, die aus den Verkehrseinnahmen zurückgezahlt werden.
Eine erwartete Verzögerung und Kostensteigerung hat daher ausschließlich Auswirkungen auf die Rückzahlungsdauer des Projekts. Das Gesamtprojekt kann weiterhin als nutzerfinanzierte Anlage umgesetzt werden. Die Rückzahlungsdauer für den Tunnel und die dänischen Landanlagen wird voraussichtlich innerhalb des im Baugesetz festgelegten Rahmens bleiben, schreibt Sund & Bælt in der Pressemitteilung.