"Lolland, die Region Seeland und Dänemark können als der Ort in Europa bekannt werden, an dem Infrastrukturprojekte von Weltklasse gebaut und technologisches Wissen vermittelt wird."

Dass sich nun eine Mehrheit in Christiansborg dafür ausspricht, die Tunnelelementefabrik in Rødbyhavn dauerhaft zu erhalten, ist ein Grund zur Freude weit über Lollands Grenzen hinaus.

Heino Knudsen, Vorsitzender des Regionalrates von Seeland, Michael Svane, Direktor des dänischen Industrieverbandes, und Holger Schou Rasmussen, Bürgermeister von Lolland und Vorsitzender von Femern Belt Development, zeigen in einer gemeinsamen Erklärung, dass die Fehmarnbelt-Querung ein Projekt mit weitreichenden Perspektiven ist":

Die Fehmarnbelt-Querung ist nicht nur ein arbeitsplatz- und wachstumsförderndes Infrastrukturprojekt mit großer Bedeutung für den zukünftigen Verkehr sowohl in Dänemark als auch im übrigen Europa.

Das Projekt bietet auch eine Reihe von Chancen mit weitreichenden Perspektiven, nicht zuletzt für die Umwelt und die grüne Umstellung.

Möglichkeit für Auswirkungen auf ausländische Projekte
Es ist erfreulich, dass die Regierung in ihrem Plan "Dänemark vorwärts - Infrastrukturplan 2035" vorschlägt, die Tunnelelementefabrik in Rødbyhavn über die Bauzeit des Fehmarnbelt-Projekts hinaus als Produktionsstätte für Elemente für künftige dänische Großinfrastrukturprojekte wie den Hafentunnel in Kopenhagen, die Kattegat-Verbindung, die Verbindung Als-Fyn und vielleicht auch die künftigen Energieinseln zu erhalten.

Die Fabrik hat auch das Potenzial, mit ausländischen Infrastrukturprojekten zu konkurrieren.

Eine permanente Fabrik würde helfen, diese Bauprojekte billiger zu machen, da keine neuen Produktionsanlagen gebaut werden müssten.

Darüber hinaus wird das Projekt einen enormen Einfluss auf die Beschäftigung auf Lolland haben, da es Ingenieure, Forscher und andere Hochschulabsolventen aus dem In- und Ausland anziehen wird.

All dies wird die weitere Entwicklung der Region sicherstellen und eine Welle des Wachstums schaffen, die über Falster und Südseeland bis nach Langeland und Südfünen rollen wird.

Die erheblichen Vorteile einer permanenten Tunnelelementefabrik liegen auf der Hand, aber die Perspektiven gehen noch weiter.

Grüne Lösungen und Energieeffizienz
In der Bauphase setzt das Fehmarnbelt-Projekt auf grüne Lösungen und Energieeffizienz. Ziel ist es, das Projekt so CO2-neutral wie möglich zu gestalten.

Der Tunnel wird über ein eigenes Umspannwerk verfügen, das Ökostrom für den Bahnbetrieb und für die elektrischen Anlagen wie Lüftung und Beleuchtung sowie für eine nahe gelegene Anlage mit Ladestationen für den elektrifizierten Straßenverkehr liefert.

Der Tunnel wird zur grünen Umstellung des Verkehrssektors beitragen.
Heute wird auf Lolland achtmal mehr Ökostrom produziert als verbraucht, und Lollands Position als grüne Energieinsel ist ein wichtiges Element in Dänemarks grüner Umstellung. Und genau deshalb ist es naheliegend, dass diese Überschussproduktion an grüner Energie für die grüne Infrastruktur der Zukunft auf Lolland genutzt werden sollte.

Signifikantes Wissen und Know-how
Während der gesamten Bauzeit wird rund um die Fabrik erhebliches neues Wissen und Know-how aufgebaut, u. a. in Bezug auf Energieeffizienz und grüne Lösungen, was die Position dänischer Unternehmen in Bezug auf die großen internationalen Infrastrukturprojekte der Zukunft stärken wird.

Eine permanente Tunnelelementefabrik kann daher zu einem technologischen Kraftzentrum werden, in dem dänische und deutsche Akteure weltweit führende grüne Unternehmen für Mega-Infrastrukturprojekte mit Schwerpunkt auf grünem Beton, grünen Lösungen und grüner Energie- und Wassernutzung anziehen und schaffen.

Es fällt auch nicht schwer, sich den Hafen und die Fertigungsanlage als Produktionsstandort für zukünftige Offshore-Windkraftanlagen vorzustellen.

Weltweit führend im nachhaltigen Bauen
Das Ziel muss sein, durch die Zusammenarbeit von öffentlichen und privaten Unternehmen weltweit führend im nachhaltigen Bau, Betrieb und Unterhalt von Mega-Infrastrukturprojekten zu werden. Dies wird den Export von grünem Wissen, Produkten und Lösungen ankurbeln.

Lolland war einst für seine Schiffswerft bekannt.
In Zukunft können Lolland, die Region Seeland und Dänemark als der Ort in Europa bekannt werden, an dem Infrastrukturprojekte von Weltklasse gebaut und technologisches Wissen vermittelt wird.