Der 18 Kilometer lange Fehmarnbelt-Tunnel zwischen Rødby und Puttgarden bekommt einen kleinen Bruder zwischen der Insel Fehmarn und dem deutschen Festland.
Die Deutsche Bahn, das Bundesverkehrsministerium und das Land Schleswig-Holstein vermeldeten gemeinsam, dass man sich dazu entschlossen habe das die neue Verbindung am Fehmarnsund ein Absenktunnel wird, schreibt Fehmarn A/S in einer Pressemitteilung.
Die bevorzugte Lösung
Vor dem Hintergrund einer fundierten Analyse einer Reihe von technischen Alternativen, hierunter ein Bohrtunnel, eine kombinierte Brücke für Straßen- und Zugverkehr und zwei eigenständigen Brückenlösungen, wurde der Absenktunnel als bevorzugte Lösung gewählt.
„Es freut mich, dass nach gründlicher Analysen ein Beschluss zu einer neuen, festen Fehmarnsundquerung beschlossen wurde. Ich nehme zur Kenntnis, dass die Wahl auf einen Absenktunnel, genau wie bei der Fehmarnbeltquerung, gefallen ist. Das trägt dazu bei, dass wir in Zukunft einen sehr umweltfreundlichen Transportkorridor für die gesamte Region bekommen“, sagt Claus F. Baunkjær, Geschäftsführer von Femern A/S.
Die bestehende Brücke wird bewahrt
Mit der gewählten Absenktunnel-Lösung wird gleichzeitig die bestehende Fehmarnsundbrücke von 1963 bewahrt. Diese besteht heute aus zwei Fahrbahnen und einer Zugspur. Die Brücke wird für Fußgänger, Fahrradfahrer und langsameren Verkehr instandgesetzt werden.
Die neue Fehmarnsundquerung wird ein 1,7 km langer Absenktunnel für Auto- und Zugverkehr, bestehend aus vier Fahrbahnen und zwei elektrifizierten Zugspuren. Der Tunnel ist Teil des Ausbaus der deutschen Hinterlandanbindung des Fehmarnbeltquerung. Die neue Sundquerung wird fertiggestellt sein, wenn der Fehmarnbelt-Tunnel eröffnet.