Das Interesse internationaler Investoren an Ostdänemark und Schleswig-Holstein sowie ihre Kenntnisse über die Region nehmen stetig zu.
Zu diesem Schluss kommt Stig Rømer Winther, Geschäftsführer von Femern Belt Development, nachdem er zum siebten Mal an der internationalen Immobilien- und Investitionsmesse Expo Real in München teilgenommen hat.
„Das liegt unter anderem daran, dass die deutsche Seite zunehmend die Fehmarnbeltquerung als eine Infrastruktur hervorhebt, die die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf beiden Seiten des Fehmarnbelts grundlegend verändert hat,“ sagt Stig Rømer Winther, der gemeinsam mit Vertretern von Business Lolland-Falster und Business Vordingborg auf dem Messestand des Landes Schleswig-Holstein an der Expo Real teilnahm.
Eine wichtige Wachstumsregion
„Haben die Aussicht auf weitere Verzögerungen bei der Fehmarnbeltquerung und insbesondere bei der Fertigstellung der deutschen Hinterlandanbindungen sowie des Fehmarnsundtunnels, der möglicherweise erst 2035 fertiggestellt wird, das Interesse der Investoren geschwächt?“
„Die Verzögerungen haben Auswirkungen auf unsere Arbeit und die anderer Wirtschaftsförderungsgesellschaften. Jede Unsicherheit darüber, wann die volle Kapazität der Fehmarnbeltquerung der Wirtschaft zur Verfügung stehen wird, schafft Verunsicherung. Im schlimmsten Fall kann dies dazu führen, dass einige der Projekte, an denen wir arbeiten, um ein, zwei oder drei Jahre verschoben werden.
Wir erleben jedoch nicht, dass Projekte vollständig aufgegeben werden. Denn die Fehmarnbeltregion und der gesamte Raum zwischen Hamburg und Kopenhagen sind eine so bedeutende Wachstumsregion, dass sehr viele Unternehmen und Investoren dort präsent sein möchten. Das zeigt sich deutlich an der Zahl der Anfragen sowohl dänischer als auch internationaler Investoren,“ sagt Stig Rømer Winther.
Er unterstreicht zugleich die Bedeutung der Entwicklung neuer Industrie- und Gewerbeparks auf Südseeland, in Ringsted, Sorø und auf Lolland.
„Ich freue mich über den positiven Dialog, den wir mit den Kommunen über die Entwicklung neuer Industrie- und Gewerbeflächen und der dazugehörigen Infrastruktur führen,“ sagt Stig Rømer Winther.
Gemeinsames deutsch-dänisches Standortmarketing
Um internationale Investoren für die Fehmarnbeltregion zu gewinnen, wird derzeit daran gearbeitet, die Zusammenarbeit zwischen Ostdänemark und Schleswig-Holstein weiter auszubauen. In diesem Zusammenhang wird auch die Möglichkeit geprüft, bereits ab 2028 mit einem gemeinsamen deutsch-dänischen Messestand auf der Expo Real vertreten zu sein.
„Anfang 2027 werden wir erste Gespräche über eine verbindlichere Zusammenarbeit bei der Vermarktung der Fehmarnbeltregion aufnehmen. Diese Initiative passt hervorragend zum Interreg-Projekt Fehmarnbelt Growth Region, das wir gemeinsam mit unseren deutschen Partnern gestartet haben und dessen langfristiges Ziel die Gründung einer gemeinsamen deutsch-dänischen Entwicklungsgesellschaft ist,“ sagt Stig Rømer Winther.