Die Kommunen haben grosse Erwartungen an die kommende Fehmarnbelt-Querung und betrachten diese schon jetzt als einen Wachstumsmotor.
„Wir erwarten und erleben bereits, dass die Fehmarnbelt-Querung die Wettbewerbsfähigkeit der Region stärk. Wir erwarten auch, dass die Verbindung die Region noch attraktiver machen wird, um hier zu leben und zu arbeiten. Schon heute erleben wir massives Wachstum in der Baubranche sowie der Transport- und Logistikbranche und die Fehmarnbelt-Querung ist ein Teil des Wachstumsmotors“, sagt Pernille Beckmann, Bürgermeisterin der Greve Kommune.
Gleiches hört man von vielen Kommunen auf der Strecke zwischen Hamburg und Kopenhagen.
„Die Køge Kommune sieht das Fehmern-Projekt als eine markante Verstärkung des Korridors zwischen Kopenhagen und Hamburg und erwartet sowohl steigende gewerbliche Aktivitäten als auch wirtschaftlichen Fortschritt im ganzen Korridor", heisst es von Marie Stærke, Bürgermeisterin aus Køge.
6.000 Beschäftigte
Die Kommunen nahe der Baustelle sehen eine gute Möglichkeit für Arbeitsstellen der lokalen Bevölkerung in der Bauphase.
Holger Schou Rasmussen, Bürgermeister der Lolland Kommune:
„Wir haben große Erwartungen an das Projekt. Im Verlauf der 10 Jahre, wird das größte Bauprojekt Dänemarks einen Aufschwung für Wachstum und Beschäftigung in der Region sowie generell geben, und das gilt insbesondere für die Lolland Kommune."
„Wir erwarten, dass 6.000 Beschäftigte direkt und indirekt am Bau der Fehmarnbelt-Querung beteiligt sind, mit anderen Worten Ingenieure und Tunnelarbeiter und lokale Handwerker sowie Cafébesitzer, die auf die eine oder andere Weise auch das Projekt unterstützen.“
„Lolland hat ganz ähnliche Herausforderungen wie viele andere ländliche Kommunen in Dänemark, die von der jahrzehntelangen Zentralisierung überfahren wurden, aber wir haben auch diese ganz einmalige Chance, die einen Neustart bedeuten wird. Wo wir einst mit dem Rücken zu Deutschland standen, werden wir zum Tor nach Deutschland, und wir werden auf der Hauptader zwischen Skandinavien und Zentraleuropa liegen – das ist eine einzigartige Chance für die Lolland Kommune“, zieht Bürgermeister Holger Schou Rasmussen als Fazit.
Ein Wachstumshebel
„In der Guldborgsund Kommune erwartet man, dass Lolland-Falster eine zentrale Rolle in der Mitte zwischen Kopenhagen und Hamburg spielen wird. Die Fehmernbelt-Querung wird ein enormer Wachstumshebel, um dem Wohlstand auf Lolland-Falster einen Kickstart zu verleihen, aber das Bedarf auch einen großen Einsatz“, sagt Bürgermeister John Brædder.
Er sieht ganz neue Perspektiven für u. a. Bevölkerungszuwachs, Beschäftigungsmöglichkeiten, Tourismus, Erlebnisse und Ausbildungen.
Erwartungen auf Süd-Fünen
Auch auf Süd-Fünen findet man große Erwartungen an die Fehmarnbelt-Querung.
„Die Svendborg Kommune hat über viele Jahre mit großen Erwartungen auf die Fehmarnbelt-Querung geschaut. Wir sehen diese teils als Möglichkeit für eine engere Verbindung zum deutschen Markt, und teils als eine engere Verflechtung des in einem gemeinsamen Gewerbe- und Arbeitsmarkt zwischen Süd-Fünen und Lolland-Falster. Ein Ausbau der lokalen Infrastruktur wird mehr Kunden zur neuen Fehmarnbelt-Querung bringen und auch die Einwohnerzahl und den Tourismus in beiden Landsteilen erhöhen“, sagt Jan Carlsson, Bau- und Anwohnerpolitischer Entwicklungsberater der Svendborg Kommune.