Das britische Entwicklungsunternehmen Verdion ist bereit mit einer Investition von 7,5 Mrd. DKK in ein neues Gewerbegebiet bei Ringsted zu investieren – iPort Zealand – das die dänische Logistik, Industrie und Wirtschaft stärken soll, wenn die Fehmarnbelt-Verbindung fertiggestellt ist.
Verdion will iPort Zealand zu Dänemarks führendem intermodalen Hub auf einem 250 Hektar großen Gebiet an der wichtigsten Ost-West- und Nord-Süd-Bahnkorridor des Landes und nahe der Autobahn E20 entwickeln.
iPort Zealand erhält ein internationales Güterterminal mit Umschlag von Trailern, Containern und Wechselbrücken zwischen Straße und Schiene.
Rund um das Terminal wird Verdion bis zu 57.000 Quadratmeter für Logistik, fortschrittliche Produktion, Leichtindustrie und andere Gewerbebauten errichten – darunter Hightech und Pharma – mit Platz für mehrere tausend neue Arbeitsplätze.
Bedeutung der Fehmarnbelt-Verbindung
Der CEO von Verdion, Michael Huges, betont die Bedeutung der Fehmarnbelt-Verbindung für die Entscheidung über die Milliardeninvestition in Dänemark:
„iPort Zealand wird ein wichtiges neues Kraftzentrum für die dänische Wirtschaft an einem strategischen Standort.
Der Fehmarnbelt-Tunnel wird große Bedeutung für den Norden und Deutschland haben. Er öffnet neue Versorgungsrouten und schafft Chancen in vielen Branchen. Dänemark muss dafür stark aufgestellt sein, damit wir das wirtschaftliche Wachstum nutzen können – von Jobs und Service bis zu Zoll- und Steuereinnahmen.“
„Dieses neue Gewerbegebiet wird ein Wachstumsmotor, der bessere Infrastruktur in reale Vorteile für die Region und das ganze Land umsetzt. Es erleichert auch den Zugang zu großen regionalen Häfen.“
„Mit moderner Güterabfertigung, modernen Gebäuden, Nutzung von Schienengüterverkehr und starkem ESG-Fokus wird das Projekt große positive Effekte in ganz Dänemark schaffen.“
„Die Tunnelarbeiten schreiten voran, und deshalb muss die Infrastruktur an Land bereit sein, bevor die Züge fahren. Wir haben bereits große Fortschritte gemacht und gute Gespräche auf lokaler und nationaler Ebene gefürt. Mit den richtigen Partnerschaften sind wir stark aufgestellt und bereit, weiterzugehen – mit Unterstützung der Gemeinde Ringsted“, sagt CEO Michael Huges.
Potenziale werden realisiert
Der Direktor von Femern Belt Development, Stig Rømer Winther, freut sich, dass die Pläne für iPort Zealand nun so weit sind, dass sie veröffentlicht werden können.
„Wir sind seit Anfang 2025 in Gesprächen mit dem Eigentümer des Geländes und der Gemeinde Ringsted in das Projekt eingebunden und haben bei der weiteren Planung beraten. Es besteht kein Zweifel, dass Ringsted ein zentraler Knotenpunkt für den Ost-West- und Nord-Süd-Verkehr werden kann. iPort Zealand ist deshalb eine sehr wichtige Initiative, um die Potenziale der kommenden festen Fehmarnbelt-Verbindung zu nutzen“, sagt Stig Rømer Winther.
Bedeutung für die Umwelt
iPort Zealand soll mindestens 12 Ganzzüge pro Tag – an allen Wochentagen – abfertigen können. Jeder Zug ersetzt etwa 60 Langstrecken-Lkw und schafft Platz auf den Straßen. Güterzüge stoßen etwa viermal weniger CO₂ aus als Lkw, betont Verdion. Jeder Zug kann daher rund 45 Tonnen CO₂ im Vergleich zum reinen Straßentransport einsparen.
Alle Gebäude werden nach hohen Nachhaltigkeitsstandards errichtet. Der Fokus liegt auf Energie- und Ressourceneffizienz, und der Bau wird nach einem international anerkannten System zertifiziert.
Verdion arbeitet nun mit lokalen und nationalen Partnern an den Detailplänen. Die Entwicklung soll bereitstehen, wenn der neue Tunnel – voraussichtlich 2030 – eröffnet, teilt Verdion mit.